Schlappe für BDS in Deutschland

Der britische Rockmusiker Roger Waters ist eines der bekanntesten Gesichters der Boykottbewegung gegen den Staat Israel. Insbesondere ist er bekannt dafür, seine öffentlichen Auftritte zu Agitation gegen den Staat Israel und zu Propaganda zugunsten der Bewegung BDS (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) zu nutzen. Seine Aufrufe an Musikerkollegen, keine Konzerte in Israel zu geben, sind legendär.

Doch der Wind hat sich gedreht. Vor 2 Wochen startete die Kölner Jüdin, Malca Goldstein-Wolf, eine Petition auf change.org. Gerichtet war sie an den Intendanten des Westdeutschen Rundfunks, Tom Buhrow. Dieser hat in der vergangenen Woche reagiert: in einem Schreiben, das zuerst auf Facebook die Runde machte, in der Zwischenzeit auch in der Bildzeitung veröffentlicht worden war und inzwischen internationale Beachtung findet, erklärte Buhrow die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit Waters und dessen Auftritt im Sommer nächsten Jahres in Köln. Diese Entscheidung Buhrows folgten inzwischen mehrere Radiosender des ARD-Verbunds, insbesondere  und auch der Bayerische und auch der Norddeutsche Rundfunk sowie Rabio Berlin Brandenburg. Damit werden auch für die Münchner, Hamburger und Berliner Konzerte keine öffentlich-rechtlichen Werbetrommeln mehr gerührt.

Für meine Begriffe darf dies nur ein Anfang sein. BDS ist von allem Anfang an die zeitgenössische Variante der Nazi-Losung „Kauft nicht bei Juden“ gewesen. Ein nächster Schritt wären demnach Auflagen der Veranstalter an Waters und andere Künstler, sich Boykottaufrufen während der Auftritte zu enthalten. Und wenn man den Gedanken zu Ende denkt: darf man Personen wie Waters überhaupt eine Plattform bieten, die ihren Bekanntheitsgrad so offensichtlich missbrauchen?

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